Laufen für den guten Zweck – eine Erfolgsgeschichte
Jeder fängt mal klein an. Legt man die heutigen Teilnehmerzahlen zugrunde, gilt dies auch für den HSH Nordbank Run, der zu Anfang noch den Namen HafenCity Run trug. Und doch waren die 55 Teams mit ihren 930 Startern, die sich für die Premiere 2002 anmeldeten, schon ein beachtlicher Erfolg. Im Jahr darauf absolvierten 1252 Läufer in 73 Teams den vier Kilometer langen Kurs durch die malerische Alte Speicherstadt und Hamburgs neues Wohn- und Arbeitsquartier am Wasser, die HafenCity. Die 1000er Marke war geknackt, ein erstes Ausrufezeichen gesetzt.
Ein Team kann anmelden, wer mindestens neun Kollegen und Freunde mobilisiert, um gemeinsam für den guten Zweck zu laufen. Die Idee dahinter ist so gut, weil sie so einfach ist: Je mehr Menschen mitmachen, desto höher die Spende für die Abendblatt-Initiative „Kinder helfen Kindern“, die sich in der Hansestadt seit 35 Jahren für die Bedürftigen starkmacht. Anfangs gingen vier, später fünf und inzwischen gehen sechs Euro von der Anmeldegebühr eines jeden Teilnehmers sowie zehn Euro pro Team direkt an „Kinder helfen Kindern“.
So kam 2003 die Summe von 5200 Euro zusammen. Ein Jahr später waren es dann schon 25.000 Euro. Denn mit dem Einstieg der HSH Nordbank als Namensgeber begannen die Teilnehmerzahlen rasant zu wachsen. 4453 Läufer in 207 Teams gingen 2004 an den Start. Weltstar Bob Geldof, wegen seines humanitären Engagements „Live Aid“ für den Friedensnobelpreis nominiert, gab im Rahmenprogramm ein Open Air-Konzert. 2005 dann mehr als eine Verdopplung des Feldes: 9263 Menschen meldeten sich an und erliefen eine Spende von 40.000 Euro.
Die Gelder verwendet „Kinder helfen Kindern“ im Rahmen des Projektes „...und los! / Kids in die Clubs“, einer Kooperation mit der Hamburger Sportjugend. Diese Initiative ermöglicht Kindern und Jugendlichen aus finanziell schwächer gestellten Familien die Mitgliedschaft in einem Sportverein. 3690 Kids befinden sich zurzeit in der Förderung. Über 120 Hamburger Vereine beteiligen sich an der Aktion, die in anderen deutschen Städten mehr und mehr Nachahmer findet.
Binnen vier Jahren hatte sich das Teilnehmerfeld verzehnfacht. Und ein Ende des Runs auf den Run war auch danach nicht in Sicht. Bei der fünften Auflage waren 12.428 Läufer in 467 Teams dabei, jede Menge fröhliche Gesichter und ein weiterer Rekordscheck über 55.000 Euro das Ergebnis. 2007 wurde erstmals eine sechsstellige Spende erlaufen. 105.000 Euro kamen durch das gemeinschaftliche Engagement von 762 Teams und 20.813 Frauen, Männern, Kindern und Jugendlichen zusammen.
In den Jahren 2008 (964 Teams/28.816 Läufer), 2009 (808/20.548) und 2010 (676/18.247) konnte an diesen Erfolg angeknüpft werden: Weitere sechsstellige Spendenerlöse von 150.000, 133.000 und 117.000 Euro addierten die Unterstützung an „Kinder helfen Kindern“ seit Anbeginn auf mehr als 600.000 Euro. Von der Schulklasse, über die Hausgemeinschaft bis zum Global Player – sie alle schnürten für die gute Sache ihre Laufschuhe und verbrachten ein ums andere Mal höchst unterhaltsame Stunden in der HafenCity, die analog zum HSH Nordbank Run seit 2002 eine sichtbare Entwicklung erlebte.














